Cobenzl-Wein wird bio

  • Cobenzl wird bio © PID Fürthner

Wir setzen schon seit vielen Jahren auf naturnahe Bewirtschaftung und biologischen Pflanzenschutz. Nun folgt die komplette Umstellung auf Bio ab Beginn der Weinlese 2020.

Weingut mit Weitblick: von der Sonnenenergie bis zur Bio-Imkerei

Qualitätsbewusstsein und Verantwortung gegenüber der Natur ergänzen sich am „Cobenzl“ in allen Bereichen: von der Stromerzeugung aus Sonnenenergie, der Düngung mit Bio-Kompost, dem ganzheitlich geplanten Vertrieb bis hin zu einer kleinen Bio-Imkerei. Eigene Bio-Diversitätsflächen, wie Wildhecken oder Obstbäume, bieten Nützlingsinsekten wertvollen Lebensraum. Dafürhaben wir bereits im Jahr 2015 als einer der ersten heimischen Weinbaubetriebe das renommierte Gütesiegel „Nachhaltig Austria“ erhalten. Dies zertifiziert hinsichtlich Klimaneutralität, Biodiversität und auch sozialen Aspekten.

Nun wird der nächste Schritt in Richtung Ökologisierung gesetzt: vor dem diesjährigen Lesebeginn wird das Weingut auf Bio-Weinbau umgestellt, produziert ab diesem Zeitpunkt alles biologisch. Mit Abschluss des Kontrollvertrags beginnt die per EU-Bio-Verordnung festgelegte dreijährige Umstellungszeit, danach dürfen die köstlichen Tropfen als „Bio-Wein“ vermarktet werden.

Bodenpflege und Berücksichtigung natürlicher Kreisläufe

In der kommenden Bio-Umstellungszeit können wir auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen: Weinstöcke reagieren sensibel auf Wetterverhältnisse. Unsere artenreiche Bodenbegrünung schützt die Rebflächen vor Austrocknung und Erosion. Das erhöht den Humusgehalt im Boden und die Trauben werden widerstandfähiger gegenüber Krankheitsbefall.

Gedüngt wird mit Bio-Kompost der höchsten Güteklasse A+. Die Kompost-Düngung verbessert den Wasserhaushalt, die Durchlüftung und die Durchwurzelbarkeit des Bodens und ist somit eines der Grundprinzipien im biologischen Landbau: nicht die Pflanzen werden gedüngt, sondern der Boden.

im Bereich Pflanzenschutz wird der Traubenwickler, ein häufiger Schädling bei Weinreben, nicht mit chemischen Insektiziden bekämpft, sondern schlicht und einfach mit Duftwolken „verwirrt“. Mit Hilfe von Pheromonfallen, die einen völlig ungefährlichen und nur für den Traubenwickler wahrnehmbaren Duftstoff abgeben, unterbleibt die Fortpflanzung dieser Nachtfalterart - und die Weintrauben können ohne Schädlingsbefall heranreifen.

Neue, widerstandsfähige Sorten

Ein weiterer Eckpfeiler des biologischen Weinbaus ist der Fokus auf standortangepasste und robuste Pflanzen, dazu zählen auch die sogenannten pilzwiderstandsfähigen (PIWI)-Sorten. Durch die bessere Widerstandsfähigkeit brauchen diese Reben viel weniger Pflege und eignen sich daher besonders gut für den biologischen Anbau. Darum haben wir heuer erstmals rund 2.500 Rebpflanzen der pilzwiderstandsfähigen Sorte „Blütenmuskateller“ auf der Ried Wagenspaer in Grinzing gesetzt. Verkostet werden kann die neue Weinsorte dann in drei Jahren -  in bio-zertifizierter Qualität. 

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