Weingut Wien Cobenzl 

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15.09.2011

So schmeckt "Terroir"

  • Weingarten © Weingut Cobenzl .

Der Wiener Gemischte Satz erlebt ein Revival - seine Echtheit und Herkunft ist seit heuer auch gesetzlich geregelt. 

Durch die lebhafte geologische Vergangenheit der Landschaft an der Donau weisen die Wiener Weinberge ganz unterschiedliche Böden und kleinklimatische Verhältnisse auf. Berühmte Lagen, die oft nur ein paar Hundert Meter voneinander entfernt sind, bringen daher ganz individuelle Weinpersönlichkeiten hervor.

Traditionell waren diese Lagen mit gemischten Reben bepflanzt, zumeist weiße Rebsorten wie der Grüne Veltliner, Müller Thurgau, Weißburgunder und Traminer. In jeder dieser Sorten drückte sich das „Terroir", also die natürlichen Bedingungen einer Weinbergslage, aus. Da die verschiedenen Sorten nicht nur gleichzeitig geerntet sondern auch gemeinsam vinifiziert wurden, kam es zu einer harmonischen Verbindung und zu spannenden Interaktionen zwischen den verschiedenen Rebsorten. Das Ergebnis war ein Wein, der ganz einzigartig von seiner Herkunft geprägt war. Bezeichnet wurde dieser Weinstil als „Wiener Gemischter Satz". Kein „Wiener Gemischter Satz" schmeckte wie ein anderer.

Tradition zum Gesetz erhoben

Lange Zeit war der „Wiener Gemischte Satz" in Vergessenheit geraten - doch in den letzten Jahren hat er (nicht nur in Österreich) Furore gemacht. Um sicherzustellen, dass bei aller Begeisterung doch auch die Echtheit und die Herkunft des neuen-alten Wein-Stars garantiert bleiben, wurde 2011 eine Verordnung verabschiedet, die den originalen „Wiener Gemischten Satz" schützt. Eines der wichtigsten Merkmale dieser Regelung ist, dass mindestens drei Rebsorten in einem Weingarten gemeinsam geerntet und vinifiziert werden. Das unterscheidet den „Wiener Gemischten Satz" somit ganz eindeutig von einer x-beliebigen Cuvée, bei der Weine aus unterschiedlichen Lagen nach der Vinifizierung miteinander vermählt werden.

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